Was ist Catrina (mexikanische Schädel) »Definition und Konzept

La Catrina, auch bekannt als La Calavera Garbancera, ist eine fiktive Figur, die vom mexikanischen Illustrator Juan Guadalupe Posada geschaffen und von einem berühmten mexikanischen Maler, Diego Rivera, populär gemacht wurde.

La Catrina und der Tag der Toten

Der von Juan Guadalupe Posada geschaffene Charakter ist mehr als nur ein Schädel. Tatsächlich wurde durch seine Illustrationen ein Porträt der mexikanischen Gesellschaft gemacht, insbesondere die Freuden und Sorgen eines Volkes, das in einer tiefen Krise und mit großen sozialen Unterschieden lebte.

La Catrina und der Rest der Schädel in ihren Geschichten kleiden sich in Galakleider und nehmen an lebhaften Partys im Rahmen des Tages der Toten teil. Mit diesen Darstellungen drückte der Autor eine doppelte Botschaft aus: die Heuchelei der Gesellschaft und parallel dazu die Entmystifizierung des Todes, ein wesentlicher Aspekt der mexikanischen Kultur, der aus präkolumbianischen Zivilisationen stammt und später in die katholische Tradition integriert wurde.

Auf der anderen Seite kritisierte der Autor mit dem Charakter von La Catrina einen Teil der Gesellschaft, jene, die im Volksmund als Garbanceros bekannt sind, dh Menschen mit indigenem Blut, die sich als Europäer ausgaben und daher ihre Kultur und ihre Wurzeln leugneten.

La Catrina wurde zu einer kulturellen Referenz, und der Maler Diego Rivera verewigte sie in einem Wandbild mit dem Titel "Traum von einem Sonntagnachmittag in der Alameda Central". Vor diesem Hintergrund ist das Bild von La Catrina, einem Schädel mit einem eleganten und auffälligen Hut, Teil der nationalen Symbolik Mexikos und der kollektiven Vorstellungskraft. Aus diesem Grund ist das Catrina-Kostüm zur Feier des Tages der Toten eines der beliebtesten.

La Catrina im Film "Das Buch des Lebens"

2014 der Film "Das Buch des Lebens", eine animierte romantische Komödie, die die Geschichte von Manolo erzählt, einem Stierkämpfer, der keinen Mut hat, einen Stier zu töten, und von Joaquín, einem bescheidenen Mann, der ebenfalls in María verliebt ist als andere Nebenfiguren.

Zusätzlich zu den menschlichen Charakteren erscheinen zwei Geister: Xibalba, der Herr einer mexikanischen Hölle, genannt das Land der Vergessenen, und die Catrina, die den Tod darstellt und die das Land der Erinnerten regiert. Auf diese Weise spielt sich die Handlung in der Welt der Lebenden ab, aber die Welt der Toten ist sehr präsent. Und damit die Handlung den Bestandteil der Gesellschaftskritik hat, die mit der traditionellen Catrina verbunden ist, gibt es eine klare Denunziation des Stierkampfs als barbarisches Spektakel, ein heißes Thema in der gegenwärtigen mexikanischen Gesellschaft.

Fotos: Fotolia - Ramonespelt / AGcuesta