Jungfrau Maria - Definition, Konzept und was es ist

Wie die Bibel berichtet, geschah vor 2000 Jahren etwas Außergewöhnliches: Eine bescheidene Frau jüdischer Herkunft namens Maria erhielt eine Ankündigung von dem Engel Gabriel, der von Gott gesandt worden war. Der Engel teilte ihm mit, dass er einen Sohn haben würde und dass sein Name Jesus sein würde, der wiederum der Sohn Gottes war.

Seitdem ist diese Frau als Mutter Gottes in die Geschichte eingegangen, und um sich auf sie zu beziehen, sprechen sie von der Jungfrau Maria.

Die Jungfräulichkeit Mariens

In Bezug auf ihre Jungfräulichkeit muss daran erinnert werden, dass die frühchristliche Kirche verstanden hat, dass Sexualität eine sündige Komponente hat. Der einzig würdige Weg für Maria, Mutter Gottes zu sein, war eine nicht sündige und makellose Empfängnis. Aus diesem Grund weist das Neue Testament, das in den ersten Jahrhunderten der christlichen Bewegung geschrieben wurde, darauf hin, dass Maria vom Heiligen Geist empfangen wurde. Diese Idee ist unter Katholiken als das Dogma der Unbefleckten Empfängnis bekannt.

Im Neuen Testament und in den apokryphen Evangelien gibt es wenig Informationen über die Figur Mariens

Im Neuen Testament erscheinen nur wenige Informationen über das Leben Mariens. Es wird gesagt, dass er aus Nazareth stammte und dass seine Eltern Joaquín und Ana hießen. In den apokryphen Evangelien werden einige ergänzende Informationen gegeben, insbesondere über die Ausbildung, die er in seiner Kindheit hatte, und die Aufmerksamkeit, die er von den Priestern des Tempels erhielt. Trotz der begrenzten Informationen ist die Figur der Jungfrau Maria eine der Säulen des Christentums. In Bezug auf ihren Ehemann José gibt es auch in den Evangelien nicht allzu viele Daten, da nur bekannt ist, dass er als Zimmermann gearbeitet hat und wahrscheinlich gestorben ist, als ihr Sohn 12 Jahre alt war.

Die Jungfrau Maria für Katholiken

Die Jungfrau Maria ist in erster Linie die Mutter Gottes und nicht nur die Mutter Jesu Christi. In diesem Sinne muss daran erinnert werden, dass Gott nach katholischer Lehre drei verschiedene Personen hat, da er Vater, Sohn und Heiliger Geist ist.

Katholiken verehren Maria, weil so ihr eigener Sohn Jesus es tat. In der Tradition des Heiligen Rosenkranzes werden die wichtigsten Tugenden der Jungfrau Maria in Erinnerung gerufen: Liebe zu Gott, Demut, Glaube, Keuschheit und Gehorsam.

In der katholischen Theologie gibt es einen Zweig, der dem Studium der Jungfrau Maria, der Mariologie, gewidmet ist.

Aus der Sicht der Katholiken basiert die Hingabe an die Jungfrau Maria auf der direkten Beziehung, die sie zu Jesus Christus, der zweiten Person der Heiligen Dreifaltigkeit, hatte.

Das an die Jungfrau Maria gerichtete Gebet der Katholiken drückt einen tiefen Wunsch aus: dass die Mutter Jesu Christi für die Menschen vor Gott intervenieren kann.

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