Definition von kognitiv

Das kognitive Adjektiv kommt vom lateinischen Wort cognoscere, was wissen bedeutet. In der Psychologie und Pädagogik wird dieser Begriff in Bezug auf die menschliche Fähigkeit verwendet, Wissen zu lernen und zu assimilieren.

Auf dem Gebiet der Psychologie

Ab 1950 gab die Psychologie die Verhaltenspostulate auf, die auf Verhaltensänderungen beruhten, und begann einen neuen Kurs mit einer kognitiven oder kognitiven Orientierung. Dieser neue Trend konzentriert sich auf das Wissen über mentale Aktivitäten, die in Wahrnehmung, Denken oder Gedächtnis eingreifen. Auf diese Weise werden die mentalen Repräsentationen von Individuen in Bezug auf biologische, kulturelle und soziologische Aspekte analysiert.

Für Jean Piaget konzentriert sich der kognitive Lernprozess oder die kognitive Theorie auf das Verständnis des Denkens. In diesem Sinne bestimmt unser Denken, mit welchen Überzeugungen und Werten wir in unserem täglichen Leben umgehen.

Piaget argumentiert, dass die kognitive Entwicklung in vier Perioden stattfindet: dem sensomotorischen (bis zu zwei Jahre), dem präoperativen (von zwei bis sieben Jahren), dem konkreten operativen (von sieben bis zwölf) und dem formalen operativen (von der Pubertät an). Dies bedeutet, dass die intellektuelle Entwicklung des Kindes mit dem Gebrauch der Sinne beginnt und dann schrittweise Konzepte erstellt werden.

Die Weiterentwicklung des Intellekts findet statt, weil der Mensch zu einem kognitiven Gleichgewicht neigt. Mit anderen Worten, wir suchen ein mentales Gleichgewicht, in dem unsere persönlichen Erfahrungen mit den vorherigen Mustern kombiniert werden, die wir erworben haben.

Kognitivismus oder Kognitivismus umfasst eine ganze Reihe von Theorien, die untersuchen, wie wir Informationen im Geist verarbeiten, speichern und interpretieren. Ziel dieses Paradigmas ist es daher zu wissen, wie der menschliche Geist denken, lernen und handeln kann.

Im Bereich der Pädagogik

In der kognitiven Pädagogik wird der Schüler als führender Verarbeiter der Informationen verstanden, die er erhält. Gleichzeitig muss der Lehrer der Organisator der Informationen sein und die Denkfähigkeiten für ein sinnvolles Lernen im Schüler anregen.

Im kognitiven Modell wird die Rolle des Individuums im Lernprozess beansprucht. In diesem Sinne muss der Schüler aktiv an seinem Lernen teilnehmen, und gleichzeitig hängt das Lernen von der vorherigen Entwicklung einer Reihe von mentalen Fähigkeiten ab, die in der frühen Kindheit erworben wurden.