Definition der Psychogenetik

Der Begriff Psychogenetik muss im Rahmen der Psychologie kontextualisiert werden, da es sich um eine Theorie des Wissens und insbesondere des Lernens handelt.

Die psychogenetische Theorie ist ein Erklärungsmodell, in dem die bestehenden Beziehungen zwischen dem Geist (der menschlichen Psyche) und dem Ursprung (der Genese) der Evolutionsprozesse, die sich im Individuum entwickeln, hergestellt werden. Diese Theorie wurde vom Schweizer Psychologen Jean Piaget ab den 1930er Jahren entwickelt. Ihr Hauptgegenstand ist das menschliche Wissen und seine Gesetze und in ganz besonderer Weise das Denken in Bezug auf die Kindheit. Piagets große Leistung bestand darin, zu zeigen, dass das Kind eine bestimmte Denkweise und eigene mentale Pläne oder Gesetze hat. Piagets Forschung hat einen bemerkenswerten Einfluss auf den Bereich des Lernens in der Schule gehabt.

Allgemeine Prinzipien der Psychogenetik

Die Säule des menschlichen Wissens basiert auf der Verbindung zwischen Umwelt und Lernen.

Die intellektuelle Entwicklung bei Kindern hängt sowohl intellektuell als auch emotional von der Reifung ihrer Entwicklung ab.

Um eine angemessene intellektuelle und affektive Reifung zu erreichen, muss das Kind ein bestimmtes physiologisches Wachstum erreichen (in seinen Gehirnverbindungen, seinen motorischen Fähigkeiten, seiner Wahrnehmung und letztendlich in allen biologischen Aspekten, die es als Individuum betreffen).

Die menschliche Intelligenz entwickelt sich durch einen Prozess der kontinuierlichen Anpassung. In einem Anfangsstadium (bis zu ungefähr 2 Jahren) ist das Erlernen neuen Wissens nachahmend und unbewusst, und das Kind nimmt Einstellungen an, die angenehm sind oder die ihm das Gefühl geben, sicher zu sein.

In der nächsten Phase der Reifung (ab 2 Jahren) beginnt sich das Kind frei zu bewegen, beginnt sich der Welt um es herum bewusst zu werden und dies alles unter Einbeziehung der Sprache, einer Sprache, die eher symbolisch als logisch ist (auf dieser Ebene die Das Kind zeigt einen klaren Egozentrismus und die Welt dreht sich um ihn. Andererseits manifestiert das Kind eine animistische Vision der Realität, so dass die Dinge ihre eigene Seele haben.

Ab dem 3. Lebensjahr betritt das Kind verschiedene Wachstumsebenen: Spielen als Symbol für Emotionen, subjektives Denken, die ersten logischen mentalen Operationen usw.

Psychogenetik und Lernen

Das Studium der verschiedenen Stadien des Geistes des Kindes war der Schlüssel zur Entwicklung von Strategien für Lernprozesse und zur Entwicklung einer effektiven Bildungsmethode.

Laut Piaget müssen pädagogische Methoden auf den Parametern der Psychogenetik basieren. Auf diese Weise sollte ein Kind nur dann neues Wissen erlernen, wenn es die entsprechende Reifung erreicht hat, um es richtig zu assimilieren.

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